Eine Legende.

Die weiße Stadt am Meer.​

In Erzählungen durch himmlische Fügungen gesegnet, durch seine Lage am Meer und eine besondere Kühlung klimatisch begünstigt, zudem landschaftlich atemberaubend schön gelegen – Heiligendamm ist zu allen Jahreszeiten ein Arkadien, das die europäische Elite seit 1793 alle Sorgen vergessen lässt.

Legende ist ein großes Wort. Auf Heiligendamm trifft es allerdings aus verschiedenen Gründen zu. Schon der Name des Ortes verdankt sich einer Legende: In einer Winternacht des Jahres 1427 tobte ein fürchterlicher Orkan. Alle Vorkehrungen halfen nichts, es herrschte Land unter, das Meer leckte bereits an den Mauern des Zisterzienserklosters zu Doberan. Da flehten die Mönche den Himmel an, diesen Ort zu schützen. Und noch in derselben Nacht wuchs ein schützender Steinwall, der fortan der „Heilige Damm“ genannt wurde.

Die Erklärung der Wissenschaft ist sachlicher. Die Geologen sehen in dem schützenden Damm eine „strömungsabhängige Ablagerung von eiszeitlichem Material“. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Heiligendamm unter einem besonderen Segen steht. Das spürt man mit allen fünf Sinnen, die dieser Ort gleichzeitig anspricht – über den Duft dieser würzigen Meeres- und Waldluft in der Nase und den feinsalzigen Geschmack auf der Zunge beim Spaziergang am weißen Strand oder über die lange Seebrücke, das symphonische Rauschen der Wellen in den Ohren, während sich die Augen am weiten Blick über die Ostsee erfreuen, an dem hohen, weiten Himmel und dem spektakulären Licht, wenn die Sonnen auf- oder untergeht. Mit beeindruckenden Farbspielen und Wolkenbildern kreiert dieser Ort zu jeder Tageszeit neue, unvergessliche Stimmungen. Der Flaneur versöhnt sich hier mit der vitalisierenden Natur, während sein Geist umgeben von der arkadischer Landschaftsarchitektur und der klassizistischen Aura der Weißen Stadt am Meer hohe Kultur genießt. Keine Frage: Dieser Ort hat eine besondere Magie. Deshalb zieht er ja auch seit weit mehr als 200 Jahren Besucher aus aller Welt in seinen Bann.

In dem Landstrich herrscht ein geradezu legendär angenehmes Klima. Die Luftströmung vom Skagerrak sorgt an heißen Tagen für eine angenehm frische Brise. Das Wasser ist wärmer als an anderen Küstenabschnitten und auch die Sonne scheint hier nachweislich häufiger. Eisige Wintertage wiederum fallen durch die Luftströmung milder aus.

Dieses besondere Mikroklima trifft auch eine arkadische Landschaft. 1766 wurde der englische Reiseschriftsteller Thomas Nugent von diesem Ort verzaubert:

„Hier ist der Prospekt bewunderungswürdig schön. Der heilige Damm bezaubert uns gänzlich; er hat das Ansehen eines großen, durch Kunst errichteten Deiches, um die See abzuhalten, die sonst das ganze Land überschwemmen würde. Sit meae sedes utinam senectae! (Möge das der Sitz meines Greisenalters sein!)“
(Thomas Nugent, 1766)

Die Zeichen standen gut, dass an diesem bewunderungswürdig schönen Ort knapp 30 Jahre später das erste Seebad in Kontinentaleuropa entstehen sollte. Der Legende nach überredete Arzt Samuel Gottlieb Vogel seinen Dienstherrn Friedrich Franz I, Herzog von Mecklenburg-Schwerin bei einem Ausflug mit seiner Jagdgesellschaft, ein Bad im Meer zu nehmen. Tatsächlich aber war es umgekehrt: Der Herzog beauftragte seinen Leibarzt mit der Suche nach einer geeigneten Stelle für Deutschlands erstes Seebad. Vogel empfahl ihm daraufhin unter anderem den Strand am Heiligen Damm, unweit der herzoglichen Sommerresidenz Doberan. Den Bau des Bades dort beauftragte Friedrich Franz am 22. Juli 1793, am 9. September desselben Sommers stieg er hier mit einigen Kammerherren zum ersten Mal ins Meer – ohne seinen Leibarzt. Denn der befand sich an diesem historischen Tag nach heutigem Forschungsstand auf Studienreise, um andere Bäder zu besichtigen. Der 9. September wurde fortan als Geburtstag von Deutschlands erstem Seebad gefeiert.

Als das Seebad sein hundertstes Jubiläum feierte, war es mit seinem tempelartigen Kurhaus, dem Haus Mecklenburg und dem Grand Hotel, der Burg Hohenzollern und den Logierhäusern der Perlenkette zur ansehnlichen „Weißen Stadt am Meer“ herangewachsen. Die Kleinbahn „Molli“ brachte die Gäste von Doberan hierher. Der Ort war längst zum Liebling der europäischen Elite geworden. Es entstand ein Arkadien nach den Idealen des ausgehenden 18. Jahrhunderts, ein gestaltetes Stück heile Natur. Dem gestalterischen Willen des Herzogs und seiner ausgesuchten Baumeister ist zu verdanken, dass hier ein einzigartiges Zusammenspiel von klassizistischer Baukunst und erhabener Natur gelang.

Die drei großen, durch Gebäude akzentuierten Landschaftsräume (die sonnenbeschienene Wiese vor der Perlenkette, der Festplatz vor dem Kurhaus und die Parklandschaft westlich der Burg Hohenzollern) schmiegen sich an einen 100 jährigen Hochbuchenwald und öffnen sich zum Meer. Die Architektur wird durch den Naturraum gleichsam wie ein Juwel eingefasst. Die offene Raumstruktur war möglich, weil das Seebad nicht wie anderswo aus einem Fischerdorf hervorging. So zerschnitt und zerschneidet keine Straße den Übergang von der Hotelanlage zum Strand – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Garten und Meer nahtlos ineinander übergehen können. Über diese landschaftliche Symphonie schrieb der Schleswiger Schriftsteller Herrmann Heiberg nach seinem Aufenthalt im Seebad:

„Heiligendamm ist ein kleiner Zaubergarten, in dem man vergisst, dass es draußen noch eine geschäftige, atemlose, anspruchserheischende und sorgenvolle Welt gibt.“

Im Sommer 1913 kam Rainer Maria Rilke auf Einladung von Helene von Nostitz nach Heiligendamm. In ihren Erinnerungen „Aus dem alten Europa“ beschreibt sie die Wanderungen mit Rilke durch den Küstenhochwald und über die blühenden Felder im Hinterland. 180 Hektar märchenhafter Mischwald mit seltenen, geschützten Pflanzen und Tieren umgeben den Badeort und wirken heilend auf Körper, Geist und Seele. Im Westen der Weißen Stadt am Meer schließt sich der „Gespensterwald“ an. Er bezieht seinen Namen aus den expressiven, vom Meerwind gezeichneten Buchen. Inspiriert schrieb Rilke in Heiligendamm sein Gedicht „Hinter den schuldlosen Bäumen“. Schon ein kurzer Spaziergang führt ja von der Weißen Stadt zur unmittelbaren Begegnung mit urwüchsiger Natur.

Nach ihrer wechselvollen Geschichte hat die Weiße Stadt am Meer bis heute nichts von ihrem Zauber verloren. Dieser privilegierter Abschnitt der Ostseeküste erfüllt die höchsten Ansprüche, die man an die Geschichte, Kultur und landschaftliche Schönheit einer Premiumlandschaft stellt. Das ist natürlich auch der Grund, warum die Ostseeküste derzeit ihre große Renaissance erlebt.

„Dornröschen. Das war das Gefühl, als ich zum ersten Mal Heiligendamm sah. Eine ganze Stadt, die darauf wartet, zu erwachen zu dem, was sie einmal war. Als ich dort zum ersten Mal stand, sah ich hinter den blätternden Fassaden eine einmalige Chance: eine neue Ferienkultur zu schaffen, indem man ein 200 Jahre altes Kulturgut erhält. Etwas, das nirgendwo sonst möglich wäre. Und vermutlich nie wieder. Ich fand Architekten und Planer, die genauso dachten.“

So erinnert sich Anno August Jagdfeld, der 1996 das gesamte Seebad mit mehr als 500 Hektar Gelände erwarb. Seitdem wird das Seebad sanft aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt. Renommierte Architekten besuchten das Projekt. Alle sind fasziniert. So schrieben die belgischen Landschaftsarchitekten Jaques, Martin und Peter Wirtz 1998:

„Weiße Häuser vor einem dunklen Wald. Es war dieser Kontrast, der uns faszinierte. Dieses Licht, dieser Schatten. Und diese absolute Architektur und Natur.“

In der Weißen Stadt am Meer treten architektonische Vergangenheit und Zukunft in Dialog, trifft Historismus auf Moderne. Diese ganz besondere Synthese berührte auch den US-amerikanischen Stararchitekten Robert A. M. Stern:

„Architektur, das ist für mich ein Dialog mit der Vergangenheit, um die Zukunft zu gestalten. Heiligendamm war ein beeindruckendes Gespräch. Als ich studierte, waren Gropius und Mies van der Rohe die Synonyme für deutsche Architektur. Aber meine Liebe galt Schinkel. Als ich nach Heiligendamm kam, hatte ich das Gefühl, mitten in einem Jugendtraum zu sein. Ich ging durch ein Ensemble, dem man heute noch ansieht, dass es nur geplant und gebaut wurde, um Vergnügen zu bereiten. Für mich ist die Weiße Stadt am Meer die Mutter aller Resorts.“

In der „Mutter aller Resorts“ stellen die Logierhäuser der Perlenkette etwas Einmaliges dar. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts stehen diese historischen Juwelen direkt am Strand, vom Meer nur durch eine großzügig angelegte Wiese in einer der malerischsten Buchten der Ostsee getrennt. Der Blick von den hohen Fenstern der Villen, von ihren verzierten Loggien und herrschaftlichen Terrassen und Balkonen aufs Wasser ist unendlich weit, unbeschreiblich schön – und wird immer unverbaut bleiben. Dies sein Eigen nennen zu dürfen, gehört zum exklusiven Privileg, in der Weißen Stadt am Meer zu Hause zu sein.

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Julius Jagdfeld  &  Thomas Liebing

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