Die Gesundheit.

Europas ältestes Seeheilbad.

Großherzog Friedrich Franz I von Mecklenburg verliebte sich in die Bucht, „wo das Meer von schönstem Gehölze umgeben war“, stets eine angenehme Brise ging, das Wasser warm war und die Sonne häufiger schien als in Nachbarorten. Sein Leibarzt Samuel Gottlieb Vogel bescheinigte dem Ort zudem eine besonders heilende Qualität, die wissenschaftliche Untersuchungen heute bestätigen.

Das erste Seebad Deutschlands, ja Kontinentaleuropas, entstand an einem bewunderungswürdig schönen Ort. Letztlich ist es dem weitsichtigen Arzt Samuel Gottlieb Vogel zu verdanken, dass es hier entstand. Der Leibarzt des Herzogs von Mecklenburg hatte nicht nur erkannt, dass im Allgemeinen Meeresluft und Bäder heilsam seien – das war Ende des 19. Jahrhunderts neu in der Medizin! Er hat auch im Besonderen die klimatischen Vorzüge von Heiligendamm gut erkannt; die waldreiche Umgebung, die salzige Meeresluft und das ausgeglichene Klima. So empfahl Vogel seinem Dienstherrn Franz Ferdinand als perfekten Ort für ein Seebad. Von der wohltuenden Wirkung des Seewassers überzeugt, folgte der Herzog den Empfehlungen seines Arztes und gründete 1793 das Bad am Heiligen Damm. Damit entstand ein Jungbrunnen für Atemwege, Herz, Kreislauf und Stoffwechsel.

Schon der griechische Dichter Euripides wusste:

„Das Meer wäscht alles Übel ab.“

Heute weiß man durch umfangreiche chemische Analysen: Meerwasser enthält mehr als hundert Spurenelemente und Mineralien, die auf den menschlichen Organismus eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten können.

Längst werden Meeresklima und Salzwasser medizinisch als positive Reizfaktoren in der sogenannten „Thalassotherapie“ eingesetzt. Einer der ersten Erforscher des medizinischen Nutzens von Seeklima und Meereswasser war der englische Arzt Richard Russell. Er begründete die Meeresheilkunde um 1750. Nur wenige Jahrzehnte später entdeckte der herzogliche Leibarzt, Professor Vogel, die besondere Wirkung von Heiligendamm auf die Gesundheit. In dem damals neuen Seebad behandelte er Krankheiten wie Rheuma oder Ausschläge.

Eine Strandwanderung bei Sonne und Wind trainiert die Gefäße. Noch wirkungsvoller ist ein Spaziergang bei frischer Brise. Zurück in der warmen Stube oder im Büro kann der Körper dann sensibler auf Wärme- und Kältereize reagieren. Diese Abhärtung stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und beugt besonders in der kalten Jahreszeit Erkältungen vor.

Die salzhaltigen Aerosole wiederum, die das Meer vor allem in Brandungsnähe aufwirbelt, wirken wie ein natürliches Inhalatorium auf die Atemwege. Die größeren Tropfen bleiben in den oberen Atemwegen, die kleineren Tröpfchen mit winzigen Salzpartikeln werden bis in die kleinsten Verzweigungen der Bronchien transportiert. Dort und in der Lunge wirkt der Salzanteil der Seeluft entzündungshemmend, vorhandener Hustenreiz lässt nach.

Bei Asthmatikern weiten sich die Bronchien langanhaltend, sodass sich die Atemkapazität nachhaltig verbessert. Gesunde Menschen fühlen sich durch die solehaltige und allergenarme Luft und das maritime Reizklima gestärkt. Für alle gilt daher: Tief durchatmen tut gut.

Zu den Heilwirkungen der See treten die wunderbaren Wirkungen der Waldluft. Wilhelm von Humboldt hob schon 1796 die privilegierte Lage des Bades hervor:

„Die Lage des Seebades ist sehr schön. Aus einem Buchenwalde tritt man unmittelbar an das Ufer der hohen See …“

Und wenn die See allzu hoch geht, bieten sich diese Wälder für windgeschützte Spaziergänge an. Das senkt nachweislich den Blutdruck, reguliert den Puls und reduziert die Stresshormone. In Korea und Japan hat sich Shinrin yoku, zu deutsch: „Waldbaden“, sogar als Gesundheitsvorsorge fest etabliert und wird hierzulande schon als neuer Trend gehandelt.

Für sportliche Aktivitäten im Wasser, vor allem Schwimmen, eignet sich Heiligendamm hervorragend: Das Seebad zeichnet sich durch reinstes Wasser aus. Nur zwölf Orte an Deutschlands Küsten haben die blaue Flagge für ihre besondere Wasserqualität. Heiligendamm ist einer davon.

Die vielen Angebote zu Aktivitäten und Sport unterstützen die Gesundheit der Gäste. Was macht man in Heiligendamm? Kurz ist die Frage nicht zu beantworten. Einfacher wäre die Frage: Was kann man in Heiligendamm heute nicht machen? Nun: bergsteigen und Ski fahren. Heiligendamm – mit seiner traumhaften Lage am Meer und der einzigartigen Endmoränen-Landschaft – bietet alle klassischen Vergnügen des Strandurlaubs, vom Schwimmen über Tauchen bis Segeln. Es eignet sich aber auch zum Spazieren, vom Flanieren über die Seebrücke bis zu langen Wanderungen durch herrliche Buchenwälder, Feldern und Wiesen, auch Reitern und Golfern bleibt kein Wunsch unerfüllt. So liegt ganz in der Nähe von Heiligendamm das preisgekrönte Ostsee Golf Resort Wittenbeck – Einlochen bei einer wohltuenden Prise und fantastischem Ausblick aufs Meer!

Unmittelbar hinter dem Wald erstrecken sich 500 Hektar Felder und 220 Hektar Grünland, die vom ansässigen Gut Vorder Bollhagen bewirtschaftet werden. Der preisgekrönte Demonstrationsbetrieb betreibt beispielhafte ökologische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung. In fünf Autominuten erreicht man seinen Hofladen, der das ganze Jahr über neben vielen ökologischen Produkten auch hochwertige Kartoffeln, Eier, Geflügel, Wurst und Rind-, Schaf- und Ziegenfleisch aus eigener Produktion anbietet.

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